Nähen, Upcycling

Der ewige Wettstreit um ein Kissen

Ich kann euch gar nicht sagen wie das Ganze angefangen hat, aber es gibt da so ein Kissen (groß und gut zum reinkuscheln) dessen Besitzer und Eigentümer (…BWL Zeit) nicht ganz klar sind. Und das schon seit über 10 Jahren!!!

Das Kissen befindet sich physikalisch (NOCH) gerade bei einem guten Freund, aber eines Tages…… „muahhhhhh wird es meins sein“ (Bösewicht-Lachen) 😉

Aber kommen wir lieber zum eigentlichen Thema 😀

Als ich „mein“ Kissen mal wieder besuchen ging, entdeckte ich doch tatsächlich LÖCHER…. tzzz, tzzzz, tzzz.

Ich befreite ähhh fragte nach, ob ich das Kissen reparieren könnte. Erst wollte ich es nur etwas kürzen und dann wieder zusammennähen, aber mir kam die Idee das Kissen etwas aufzuwerten, indem ich ihm ein Innenkissen (besser fürs Waschen) und einen Reißverschluss machen würde.

Geplant und ausgemessen ging ich mit meinem Zettel in den nächsten Stoffladen meiner Wahl und besorgte einen schönen 2m Stoff und einen 2m Reißverschluss und machte mich voll motiviert ans Werk.

By the way (ich bin eigentlich nicht der Freund von Anglizismen, aber ab und an verwende ich sie doch ganz gern – erwischt 😀 ): Ich hätte in dem Stoffladen auch einen feminineren Stoff auswählen können, um das Kissen vielleicht behalten zu können, aber ich bin selbst nicht so der Typ dafür und heutzutage vermischt sich das ja auch immer mehr… und das ist auch gut so 😉

Nach dem Ausschlachten, auftrennen und glatt bügeln „meines“ Kissens, nahm ich für das Innenkissen einen Stoff aus meiner Stoffkiste und zeichnete das Original 2mal mit Nahtzugabe auf den Stoff. Die zwei Schnitteile habe ich dann rechts (Stoffoberseite – „schöne Seite“) auf rechts gelegt und innerhalb der Nahtzugabe (NZ) mit einem Gradstich bis auf eine Öffnung von circa 15cm zusammengenäht.

Dann wurde das Innenkissen gewendet, die Kanten glatt gestrichen und befüllt. Die Wendeöffnung habe ich dann diesmal, weil es ein Innenkissen ist, einfach mit einem Gradstich geschlossen (Kanten einmal dünn nach innen geschlagen, Öffnung zusammen gedrückt und fixiert und dann zusammengenäht).

Kissen_4

Jetzt kam der schwierigere Teil des Upcycling (Verschönern 😉 ): Der Reißverschluss!!!!
Und wir reden hier von einem 2m Reißverschluss. Es sollte ein beidseitig verdeckter Reißverschluss werden, deswegen auch der zusätzliche Stoff.

Tipp: Diesen Stoff (Baumwolle) habe ich erstmal gewaschen, da besonders Baumwolle nach dem Waschen bis zu 10% eingehen kann. Auch den Reißverschluss habe ich dampfgebügelt, da auch Reißverschlüsse an Länge nach dem Waschen verlieren. Das sollte man bedenken, wenn man vor allem Kleidungsstücke näht. Denn wenn man nach dem Waschen keinen gekräuselten Reißverschluss oder ein ungewollt gekräuseltes Kleidungsstück haben möchte, dann ist das Vorwaschen bzw. Dampfbügeln die sichere Methode dies zu verhindern 😉

Da man Stoffe mit einer bestimmten Breite im Stoffladen bekommt und ich keinen sehr dicken Rand an dem Kissen wollte, habe ich mir erstmal zwei schmale Bahnen zurecht geschnitten. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich mal diesen Kurs gebucht hatte: Reißverschlüsse und Co. perfekt verarbeiten lernen – Makerist.

Nach dieser Anleitung machte ich mich an den Reißverschluss:

Kissen_10

Als ich alles fixiert hatte, ging es ans Nähen. Als der Reißverschluss vernäht war schlug ich die Kanten bzw. den Rand des Kissens um und nähte den Stoff mit dem Reißverschluss rechts auf rechts mit einem Gradstich zusammen (wie bereits das Innenkissen) ließ aber eine Wendeöffnung von ca. 20cm – 25cm. frei.

Ich wendete das Ganze, strich die Kanten glatt und schloss die Wendeöffnung.

Und so sieht es jetzt aus:

Schließlich musste ich „mein“ Kissen noch ausprobieren und ich muss sagen es war total bequem:

Kissen_9

♥♥♥♥

Leider musste ich es wieder abgeben, aber eines Tages…. „muahhhhhhhhhhhh“ 😀

 

Fazit DaumenOben 

Schwierigkeitsgrad: 		Mittel 
Vorkenntnisse erforderlich?: 	Gradstich,
				beidseitig verdeckter
				Reißverschluss 

Verbesserungsvorschläge: 
Keine. Ihr?

2 Gedanken zu „Der ewige Wettstreit um ein Kissen“

  1. Oh ja dieses Kissen und diese Frage, wem es gehört. 😉 Also ich muss schon sagen, ich war sehr erstaunt als ich das Upgrade in den Händen hielt, hier wurde ganze Arbeit geleistet. Meinen Dank nochmal an die Kissen-Mama! 🙂 🙂

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